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Seit Gründung der St.Lioba Schule im Jahr 1929 ist das Ziel unseres pädagogischen Wirkens die Studierfähigkeit und Persönlichkeitsbildung junger Menschen in einer christlichen Werteorientierung.

Viel über Chemie und den Feuerwehr-Beruf gelernt

Klasse 8b zu Gast in der Bad Nauheimer Feuerwache

Bad Nauheim. Am Montag (17.2.2020) fielen die ersten beiden Stunden Unterricht bei unserem Chemielehrer Amedeo Raino in der Sankt Lioba Schule aus. Denn uns stand ein besonderer Unterricht vor einer völlig neuen Kulisse bevor: Wir, die Klasse 8d, besuchten morgens die Freiwillige Feuerwehr in Bad Nauheim, um einen Chemieversuch durchzuführen – dafür waren die Chemieräume eindeutig ungeeignet – und um einen kleinen Einblick in den Alltag der dort aktiven Feuerwehrleute zu bekommen. Manuela Schneider und Peter Dietz haben uns an diesem Vormittag begleitet.

 

Als wir um Viertel nach Acht auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr ankamen, haben wir uns draußen einen Fettbrand und eine Fettexplosion angeschaut. Während Fett in einem symbolisierten Topf angezündet wurde, erklärten die Profis, wie wir uns im Falle einer solchen Situation in der Küche verhalten sollten. Als erste Maßnahme sollte man versuchen, die Energiezufuhr abzumindern und danach zu einer Löschdecke oder einem Löschspray greifen, um die Flammen und somit den Brand zu ersticken. Auf gar keinen Fall solle man Wasser zum Löschen nehmen, denn so entstehe eine ge-fährliche Explosion, sagte Feuermann Peter Dietz. Es war beeindruckend zu beobachten, dass allein das Dazugeben einer kleinen Menge Wasser so großen Schaden anrichten konnte. Mit dieser Darstellung führten die ehrenamtlichen Mitglieder der Feuerwehr gleichzeitig den Chemieversuch „Reaktion von Sauerstoff und die Verbrennung von Metallen“ durch.

Nach diesen lehrreichen Stunden sind wir Schüler ins Innere gegangen. In den Gerätehäusern zeigte uns Manuela Schneider die Zentrale, in der alle Einsätze dokumentiert, ausgewertet und besprochen werden. Anschließend führte sie uns in die Kabinen, in denen sich die gesamte Ausrüstung der vielen Feuerwehrleute befindet. Besonders erstaunlich fanden wir, dass sie nur zehn Sekunden zum Anziehen der hitzesicheren Kleidung brauchen und alles zusammen ungefähr 30 Kilogramm wiegt.

Außerdem besichtigten wir den Gebäudeteil mit den zehn Feuerwehrautos und durften uns anschauen, welches Fahrzeug für welchen Zweck gebraucht wird, und das war wirklich beeindruckend! Die Drehleiter misst 30 Meter, und in die Wassertanks der Autos passen 500 Liter. Wir durften jederzeit Fragen stellen und erfuhren unter anderem, dass es auf der Autobahn häufiger Komplikationen bezüglich der Rettungsgasse gibt, welche nur selten gebildet wird. Deshalb werden alle gebeten, diese unverzüglich, sobald der Verkehr stockt, einzuhalten, denn je schneller die Feuerwehr am Rettungsort ist, desto mehr kann sie helfen! Ebenfalls war es interessant zu hören, dass die FFW den gesamten Wetteraukreis mit Atemschutzgeräten versorgt und diese auf der Wache reinigt, desinfiziert und wieder mit gepresstem Sauerstoff befüllt.

Und da wären wir wieder beim Thema: Alle Atemschutzgeräteträger müssen einmal jährlich einen Lehrgang machen und ihre körperliche Fitness unter Beweis stellen. In Zweierteams durften wir einen Atemlabyrinth-Parcours entlangklettern, der mit Rauch, Lichteffekten und Geräuschen ausgestattet werden kann. So wird ein Rettungseinsatz imitiert.

Es war ein wirklich spannender Tag, bei dem wir viel gelernt haben und der uns außerdem Spaß gemacht hat, denn vielen aus unserer Klasse war nicht klar, wie viel Arbeit wirklich hinter diesem Beruf steckt. Wir sagen Danke an Manuela Schneider und Peter Dietz und nehmen aus diesem Vormittag viel für die Zukunft mit!

Text: Leni Adolph (Klasse 8d)


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