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Seit Gründung der St.Lioba Schule im Jahr 1929 ist das Ziel unseres pädagogischen Wirkens die Studierfähigkeit und Persönlichkeitsbildung junger Menschen in einer christlichen Werteorientierung.

250 Jahre Lioba-Erfahrung

Sankt Lioba Schule verabschiedet sich von zehn Lehrkräften

Bad Nauheim. Die Sankt Lioba Schule hat sich zum Ende des vergangenen Schuljahres von zehn Lehrkräften verabschiedet. Schulleiter Bernhard Marohn addierte bei der Abschiedsveranstaltung die Dienstzeiten und kam auf mehr als 250 Jahre, die diese sechs Lehrerinnen und vier Lehrer an dem Bad Nauheimer Gymnasium des Bistums Mainz gearbeitet haben. „Das ist ein gewaltiger Einschnitt für unsere Schule und ein großer Verlust an Erfahrungswissen, der nicht wettzumachen ist“, fasste Marohn die Bedeutung dieser Zahlen in Worte.

Als Erste verabschiedete Ordinariatsdirektor Gereon Geissler die stellvertretende Schulleiterin Gabriela Kurtscheidt. Nach 34 Dienstjahren erhielt die Lehrerin für Biologie und Chemie vom Bildungsdezernenten des Bistums Mainz ihre Ruhestandsversetzung ausgehändigt. Seit 1995 war Kurtscheidt stellvertretende Leiterin der Sankt Lioba Schule, seit dem Schuljahr 2004/2005 gehörte sie darüber hinaus der Fachkommission Landesabitur für das Fach Chemie an und war somit für die Ausarbeitung der Abituraufgaben mitverantwortlich. 2014 bis 2015 nahm sie auch übergangsweise die Aufgaben einer Schulleiterin wahr. Neben Geissler und Marohn verabschiedete auch eine Dreier-Gruppe des Schulelternbeirats unter dem Vorsitz von Petra Linke die scheidende Funktionsträgerin und dankte für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Aus dem Kollegium gab es neben den Worten der Fachschaftssprecher und der Mitarbeitervertretung auch ein Überraschungsständchen von den Musiklehrern Thomas Bailly und Christian Trupp, die unter beifälligem Lachen den umgetexteten Schlager „Für Gabi tu ich alles“ zum Besten gaben.

Danach sortierte Schulleiter Marohn die Verabschiedungen in der Reihenfolge der Dienstjahre: Nach 37 Dienstjahren ging die Deutsch- und Französischlehrerin Martina Schulte-Gurris in den Ruhestand, nach 36 Dienstjahren der Mathematik- und Physiklehrer Roland Pfeifer, der seit achtzehn Jahren auch Leiter des Fachbereichs Naturwissenschaften und somit Mitglied im Schulleitungsteam war. 35 Jahre lang hielt der Deutsch- und Erdkundelehrer Michael Fortmann der Lioba die Treue, bevor er jetzt zusammen mit dem Mathematik- und Physiklehrer Franz-Josef Radermacher die Ruhestandsurkunde entgegennehmen konnte. Radermacher war als „Mister Umweltschule“ so etwas wie das grüne Gewissen der Schule und freute sich über die Nachricht, dass die Schule jetzt eine dritte Photovoltaikanlage errichten wird.

1989 wechselte Rudolf Lasnitschka an die Lioba und blieb als Lehrer für Mathematik, Physik und Informatik dann 31 Jahre an der Schule. Auch außerhalb seiner Klassen war er vielen bekannt als langjähriger Leiter der Veranstaltungstechnik. Mit ihrem Dienstbeginn im Jahr 1992 ging für die ehemalige Lioba-Schülerin Sabine Häber-Meier ein Wunsch in Erfüllung; jetzt beendet die Deutsch- und Geschichtslehrerin mit einem Sabbatjahr etwas vorzeitig ihre Lioba-Laufbahn. Mit 14 Jahren eher „kurz“ dabei war Stefanie Baruth; die Kunst- und Deutschlehrerin will sich beruflich umorientieren und verlässt das Schulterrain.

Zu guter Letzt rief Marohn auch die beiden Referendarinnen Johanna Katharina Ieva und Alina Stürtz nach vorne, um sie mit einem Blumen¬strauß nach jeweils 21 Monaten von ihrer Ausbildungsschule zu verabschieden. Beide haben mit ihrem hervorragenden Examen Lehrerstellen beim Land Hessen erhalten.

Die mit vielen bewegenden Szenen und berührenden Erinnerungen verbundene Abschiedsfeier ging nach rund drei Stunden mit einem reichhaltigen Buffet und vielen Gesprächen zu Ende. Coronabedingt mussten die nach so vielen Jahren der Verbundenheit eigentlich unumgänglichen Umarmungen ausbleiben. Weil aber alle Verabschiedeten versprochen haben, sich auch künftig wieder an der Lioba zu zeigen, kann das vielleicht noch nachgeholt werden.


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