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Seit Gründung der St.Lioba Schule im Jahr 1929 ist das Ziel unseres pädagogischen Wirkens die Studierfähigkeit und Persönlichkeitsbildung junger Menschen in einer christlichen Werteorientierung.

Mit Großvaters Erinnerungen zum zweiten Preis

Bischof Kohlgraf ehrt zwei Lioba-Schülerinnen für ihre Beiträge zum Schreibwettbewerb „Europa – Eine Reise“

Bad Nauheim. Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf hat gemeinsam mit der rheinland-pfälzischen Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig am Samstag, 12. September, im Rahmen einer Feierstunde im Mainzer Ketteler-Kolleg und -Abendgymnasium die Preisverleihung des Schreibwettbewerbs „Europa – Eine Reise“ vorgenommen. Dabei wurde die Erzählung „Europa aus der Sicht eines alten Hasen“ der Lioba-Schülerin Elisabeth Marie Schiffer mit dem zweiten Preis gewürdigt. Die bei der Abfassung des Textes sechzehn Jahre alte Oberstufenschülerin durfte sich über ein Preisgeld von 300 Euro freuen, das sie bestimmt mit ihrem Opa teilen wird, denn hinter dem „alten Hasen“ verbirgt sich ihr Großvater Robert Schiffer, der ihr von seinen Lebenserfahrungen mit Blick auf Europa berichtet hat. Unter den weiteren zwölf Wettbewerbsbeiträgen, die jenseits der Top 3 mit Buchpreisen gewürdigt wurden, befand sich mit Clara Schuster eine weitere Lioba-Schülerin.

Bischof Kohlgraf wies in seinem Grußwort darauf hin, dass sich jede Generation den europäischen Gedanken und das bisher Erreichte wieder neu zu eigen machen müsse: „Geschieht dies nicht oder nur ungenügend, kann dies zu einer Krise dessen führen, was mühsam aufgebaut wurde.“ Weiter sagte der Bischof: „Europa muss sich immer wieder reformieren. Und die ‚Reformatoren‘ sind auch die jeweiligen jungen Generationen, die immer wieder neu die Aufgabe haben, den europäischen Geist für sich zu entdecken und dann voranzutreiben. Europa wird nie ein fertiges Gebilde sein, es bleibt stets im Werden.“

Außerdem ging Kohlgraf auf die besondere Rolle des christlichen Glaubens bei der Herausbildung eines gemeinsamen europäischen Kulturbewusstseins ein. Allen Institutionen müsse es mit Blick auf die Gottebenbildlichkeit des Menschen „eine grundlegende Aufgabe“ sein, „den Menschen zur Annahme seiner selbst zu führen und ihm seine Kostbarkeit zu erschließen. Zu diesen menschlichen Institutionen rechne ich unsere katholischen Schulen: Ihre Aufgabe ist es, einen jeden Menschen im Geiste dieser ‚Willkommenskultur‘ zu erziehen.“ Aufgrund der Gottebenbildlichkeit verböte sich „jeglicher falsch verstandener Nationalismus oder Rassismus, jegliche Form der Diskriminierung“.

Der Schreibwettbewerb für Schülerinnen und Schüler aus Hessen und Rheinland-Pfalz war vom Ketteler-Kolleg und -Abendgymnasium in Mainz ausgeschrieben worden. Die Teilnehmer sollten sich dabei „literarisch und sachlich mit Europa auseinandersetzen“. Teilnahmeberechtigt waren alle Studierenden von Einrichtungen des Zweiten Bildungsweges in Rheinland-Pfalz und Hessen sowie die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II von kirchlichen Schulen in den Diözesen Fulda, Limburg und Mainz. Bischof Kohlgraf, der Mitglied der Auswahljury war, hatte auch die Schirmherrschaft für den Wettbewerb übernommen.


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