Willkommen

Seit Gründung der St.Lioba Schule im Jahr 1929 ist das Ziel unseres pädagogischen Wirkens die Studierfähigkeit und Persönlichkeits-bildung junger Menschen in einer christlichen Werteorientierung.

Achtzig Jahre Lioba-Erfahrung

Feierliche Verabschiedung von Catherine Hoffmann und Inge Kölb an der Sankt Lioba Schule

Bad Nauheim. Am 30. Juni gab es an der Sankt Lioba Schule nicht nur Zeugnisse für die Schülerinnen und Schüler, sondern auch Urkunden für die Versetzung in den Ruhestand, die an zwei langjährige Mitglieder des Kollegiums überreicht wurden. Außerdem verab­schiedete sich die Schule von zwei Referendaren und einer Vertretungskraft. Die jungen Menschen werden alle an anderen Schulen eine Weiterbeschäftigung antreten.
Catherine Hoffmann und Inge Kölb feierten ihren letzten Schul­tag gemeinsam, so wie sie fast ihr ganzes Arbeits­leben gemeinsam verbracht hatten. Sowohl Hoffmann als auch Kölb hatten im Herbst 1977 angefangen, an der Sankt Lioba Schule zu arbeiten. Sie bringen es allein also schon auf fast achtzig Jahre Lioba-Erfahrung und blicken damit noch in die Zeit zurück, als die Schwestern vom Orden Unse­rer Lieben Frau die Schule führten.

Catherine Hoffmann hat als französische Landesbeamtin im Auslandsdienst über vier Jahrzehnte hinweg den Kontakt zwischen der Sankt Lioba Schule und verschiedenen französischen Partnerschulen gepflegt. Sie hat das „Französischsein an unserer Schule“ verkörpert, wie Schulleiter Bernhard Marohn in seiner Ansprache formulierte. Hoffmann habe sich vier Jahrzehnte lang dafür eingesetzt, dass die deutsch-französische Freundschaft nicht nur auf dem Papier bestehe, sondern ganz praktisch gelebt werde. Deshalb sei es kein gewöhnlicher Abschied, wenn Frau Hoffmann jetzt in den Ruhestand gehe, betonte Marohn: „Mit Frau Hoffmann verlässt uns auch ein Stück Frankreich, ein Stück Europa, ein Stück Internationalität.“
Ruth Christine Ingeburg Kölb hat als hessische Landesbeamtin ihr komplettes Berufs­leben an der Sankt Lioba Schule verbracht. Die Lehrerin für Französisch und Sport hat der Lioba im Mädchensport zu großen Erfolgen verholfen, indem sie unter anderem eine Mädchenfußballmannschaft aufbaute. Ihre Leidenschaft galt aber immer dem Ten­nis, wo sich die von ihr betreuten Mannschaften – jeweils nach Gewinn des Kreisentscheids – häufig für die Regionalentscheide des Wettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ qualifiziert haben, mehrfach sogar für die Landesentscheide. Einmal hat die Lioba in dieser Zeit den Landesentscheid sogar gewonnen, ein anderes Mal die Vizemeister errungen.
Beide Ruheständlerinnen waren Lehrerin aus Überzeugung und antworteten noch im letzten Monat ihrer Berufstätigkeit den Interviewerinnen der Schülerzeitung auf die Frage: Haben Sie Ihren Berufswunsch jemals bereut? mit „Nein“ und auf die Frage: Was war Ihr früherer Berufswunsch? „Der war immer nur, Lehrerin zu werden.“ Für die Mitarbeitervertretung hob deren Vorsitzende Dr. Brigitte Wavra hervor, dass Hoffmann und Kölb stets hilfsbereit und Neuem aufgeschlossen waren, durch Modebewusstsein und menschliche Wärme auffielen und von der ganzen Schulgemeinschaft geschätzt wur­den. Die Fachschaft Französisch hatte zum Abschied eigens einen Loriot-Sketch um­geschrieben, um die Frage nach der perfekten Crêpe zu beantworten.

Freundliche Worte und nette Geschenke gab es auch zur Verabschiedung von Katharina Götz, die mit einem Ver­tretungsvertrag im Fach „Politik und Wirtschaft“ dazu beitrug, Unterrichtsausfall zu vermeiden,

und für die bei­den Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst Julia Lenthe und Leon Völke. Beide haben ihr Referendariat an der Sankt Lioba Schule erfolgreich beendet und setzen im neuen Schuljahr an anderen Schulen ihre berufliche Laufbahn fort.


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