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Seit Gründung der St.Lioba Schule im Jahr 1929 ist das Ziel unseres pädagogischen Wirkens die Studierfähigkeit und Persönlichkeits-bildung junger Menschen in einer christlichen Werteorientierung.

Eine Parabel über die Menschheit

Theater-AG zeigte anspruchsvolles Stück von Thornton Wilder – Veranstaltungstechnik stark gefragt

Am 25., 26. und 29. Juni führte die Theater-AG der Sankt Lioba Schule das Stück „Wir sind noch einmal davongekommen“ auf. Siebzehn Schülerinnen und Schüler hatten die abendfüllende Satire um ein eigentlich ernstes Thema einstudiert. Über Schauspieler und Regie hinaus war vor allem die Gruppe der Veranstaltungstechniker voll gefordert, weil etliche Effekte eingespielt werden mussten. Schauspieler und Techniker wurden von den Lehrern Sabine Hübner und Thomas Gölzhäuser eingewiesen, die nach „Unsere kleine Stadt“ und „Die Heiratsvermittlerin“ schon das dritte Wilder-Stück in die Aula der Sankt Lioba Schule brachten.

Mit „Wir sind noch einmal davongekommen“ haben sich die Akteure der Sankt Lioba Schule nach der „Dame vom Maxim“ einmal wieder an ein ernsthafteres Stück herangewagt. Die Menschheit, im Kleinen dargestellt als Familie Antrobus, macht alle möglichen Katastrophen durch – Eiszeit, Sintflut und Krieg – lässt sich aber nicht entmutigen. Mrs. Antrobus verkörpert das Prinzip des Lebens. Sie hält ihre Familie zusammen und würde lieber alle Shakespeare-Bände verbrennen als zuzulassen, dass eines ihrer Kinder friert. Mr. Antrobus bildet mit seinen Erfindungen und seiner Liebe zum Geistigen einen Gegenpol. Er würde alles tun, um die Shakespeare-Bände vor dem Feuer zu bewahren, und ist der Meinung, dass das bloße Überleben nicht alles sein kann. Neben der verführerischen Hausangestellten Sabina und der Tochter Gladys ist Sohn Henry die düsterste und rätselhafteste Figur des Stückes. Wo er auftaucht, passiert etwas Furchtbares. Wie einfach wäre das Leben ohne ihn, aber auch er gehört untrennbar zur Menschheitsfamilie dazu.

Lydia Gaukel als Sabina, Maren Decker und Benedikt Schmidthals als Ehepaar Antrobus sowie Pauline Franz und Moritz Freyer als die ungleichen Kinder glänzten mit Textsicherheit und Spielfreude. Viele andere Mitwirkende waren in Mehrfachrollen zu sehen, so dass die siebzehn Personen in insgesamt 33 Rollen auftraten. Außer zwei Neuntklässlern gehörten alle Schauspieler zu den drei Oberstufenjahrgängen. Insgesamt sechs Abiturienten des aktuellen Jahrgangs traten noch einmal auf, obwohl ihre Schulzeit formal schon beendet war.

Alle Mitwirkenden freuten sich sichtlich über den teilweise frenetischen Applaus des Publikums, das in einigen Szenen sogar in die Handlung einbezogen wurde. Auch die Veranstaltungstechnik unter der Leitung von Rudolf Lasnitschka wurde gebührend gewürdigt. Doch wie heißt es so schön im Programmheft angesichts der vielen Probleme, mit denen sich unsere Welt auseinandersetzen muss? „Es ist schon so: Das Stück ist noch nicht zu Ende …“


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