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Seit Gründung der St.Lioba Schule im Jahr 1929 ist das Ziel unseres pädagogischen Wirkens die Studierfähigkeit und Persönlichkeits-bildung junger Menschen in einer christlichen Werteorientierung.

Am Brückentag keine Schule?

Begabten-Workshop fährt zur THM

Am Brückentag hat die Schule geschlossen! „Das geht gar nicht“, sagten sich elf Schülerinnen und Schüler der Sankt Lioba Schule und gingen kurzerhand zur Technischen Hochschule Mittelhessen (THM), um dort spannende Sachen zu lernen.

Ganz so einfach war es natürlich nicht und hatte einen ziemlich langen Vorlauf. Der Begabten-Workshop der St. Lioba Schule findet traditionell an einem Samstag statt. Allerdings hat die THM samstags geschlossen. An einem Wochentag war es jedoch unmöglich, einen Termin für die Schüler der Jahrgänge 5 bis 11 zu finden, an dem alle konnten. So schlug Ramona Hoeppner vor, auf einen Brückentag auszuweichen, an dem die Schule einen beweglichen Ferientag hat und bei der THM zwar nicht das volle, aber immerhin ein Basis-Programm läuft. So machten sich dann am 11. Mai die Schüler mit Ramona Hoeppner und Dr. Stefan Brückmann als Workshop-Veranstalter auf den Weg von Bad Nauheim nach Gießen. Vor dem Laborgebäude in der Wiesenstraße wurden sie schon von Laboringenieur Klaus Pechan und seinem Assistenten Daniel Walter erwartet.

Im Labor nahmen die Workshop-Teilnehmerinnen und –Teilnehmer zu zweit vor je einem Computer Platz. Klaus Pechan begann erst einmal mit etwas Theorie und erklärte den Aufbau des Fachbereichs Elektro- und Infor­mationstechnik mit seinen verschie­denen Studiengängen. Klare Botschaft: Wenn man etwas mit Zukunfts­per­spek­tive studieren will, dann hier.

Danach wurden Boxen mit Mikrocontrollern verteilt. Wer gedacht hatte, an der Hoch­schule wäre alles größer als an der Schule, der wurde eines Besseren belehrt. Allein die Boxen waren nur ein Drittel so groß wie die in der Schule, und auch die Mikrocontroller waren viel kleiner. Allerdings konnte man mit ihnen genauso viel machen, wie mit den Arduinos der Schule. Die angebotenen Aufgaben waren dann aber um ein Vielfaches zahlreicher. Dafür waren die Beschreibungen nicht so detailliert. Die Schüler sollten selbst herausfinden, wie es geht. Wo es nicht klappte, war Daniel Walter immer zur Stelle, überprüfte die Schaltung, das Programm und gab Tipps, wo man nach Fehler suchen sollte. Auch Dr. Stefan Brückmann wechselte oft die Gruppen und half den Schülern bei der Fehlersuche. Nach der Mittagspause in der Innen­stadt ging es in die zweite Runde, und die Funktionsweise einiger Bau­teile wurde theoretisch erklärt, bevor sie praktisch in neuen Schaltungen verwendet wurden. Zum Abschluss erklärte Daniel Walter noch ein Ro­bot-Car, an dem die Studenten der THM arbeiten. Es sollte mit einem Smartphone via Bluetooth gesteuert werden und wurde mit einer kleinen „Laserkanone“ ausgerüstet, um mit anderen Robot-Cars in Wettstreit zu treten. Dabei musste es aber auch registrieren können, wenn es von einer „Laserkanone“ eines anderen Teilnehmers getroffen wurde und seine Teil­nahme am Spiel beenden.

Mit einem herzlichen Dank für die tolle Betreuung endete dann der ereignisreiche Workshop-Tag gegen halb sechs am Bahnhof in Bad Nauheim.

Text und Bilder: Dr. Stefan Brückmann


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