Lernen

Welche Lehr- und Lernbedingungen es an der St.Lioba-Schule gibt, finden Sie unter dem Menüpunkt 'Lernen'.

Schwester-Willibaldis-Stiftung

Seit über 40 Jahren unterstützt die nach ihrer Gründerin benannte „Schwester - Willibaldis – Stiftung“ Projekte in Brasilien (Rio de Janeiro, Taquara und Sao Paulo) und seit einigen Jahren auch in Uganda, die von Schwestern unserer Lieben Frau betreut werden.

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Neben dem Versand von Hilfsgütern wie Kleidung, Spielsachen und Schulmaterial werden Patenschaften vermittelt, um Jugendlichen eine qualifizierte Schul- und Berufsausbildung zu ermöglichen, die ihnen ohne Unterstützung sicher verwehrt bliebe. So konnten zahlreiche Mädchen und Jungen gute Bedingungen für ein erfolgreiches Berufsleben geschaffen werden, wie viele Rückmeldungen der Schwestern vor Ort belegen. Bereits seit vielen Jahren wird von der St. Lioba – Schule ein Sponsorenlauf veranstaltet, dessen Mittel in voller Höhe der Missionsarbeit der Schwestern zugute kommen.

Besondere Erwähnung verdient die Schaffung von Wohnraum in der Form einfacher Blockhäuser in Brasilien, womit seit 15 Jahren vielen hilfsbedürftigen Familien das Leben in Elendsvierteln erspart bleibt. Ein Teil der Spendengelder fließt auch in eine von den Ordensfrauen errichte Schule in Uganda, wobei insbesondere die Schuleinrichtung und Lernmittel finanziert werden.

Schwester-Willi...
Schwester M. Bernade, die ehemalige Schulleiterin des St. Joseph - Gymnasiums in Rheinbach, lebt seit Mai 2001 in Uganda, um dort eine Schule aufzubauen. Ein Auszug aus ihrem Brief vom 10.09.2001 vermittelt einen Eindruck von ihrem Arbeitseinsatz im Busch.

Ja, es gibt viel zu tun. Wir haben eine Schule mit bisher 4 Klassen, drittes bis sechstes Schuljahr, aufgebaut, nächstes Jahr wird aufgestockt bis Klasse 7; danach planen wir in Zusammenarbeit mit dem Bischof eine Secondary School für Mädchen, die in diesem Lande wenig Möglichkeiten zum Fortkommen haben. Die Frauen arbeiten meist auf dem Feld und im Haus, die meisten Familien haben 6 bis 15 Kinder. Unsere 140 Schüler sind alle Interne und bleiben je drei Monate bei uns; es gibt keine öffentlichen Verkehrsmittel und ein Taxi ist zu teuer, die Wege durch den Busch sind weit, so können die Eltern die Kinder zwischendurch nicht nach Hause holen. Das bedeutet für uns vier Schwestern, wir sind für alles zuständig, denn wir haben keine ausgebildeten Helfer im Internat. Der Schulalltag geht von 8.00 bis 15.30 Uhr, danach gibt es Hausfrauenarbeit im Kloster. Da wir keine Elektrizität haben, nur schwachen Solarstrom, kein TV, kein Telefon etc., d.h. keinerlei Maschinen (außer E-Mail über Radiocall) müssen wir alles per Hand machen. So habe ich z.B. soeben meine Wäsche der letzten Woche per Hand mit kaltem Wasser gewaschen. Vieles muss man hier lernen und vieles ist unbeschreibbar, aber die Menschen, die in dunklen Lehmhütten wohnen ohne jede hygienische Einrichtung, sind fröhlich und freuen sich, wenn man sie besucht. Die Kinder sind liebevoll und wissbegierig; der Wissenshorizont beschränkt sich allerdings auf den Busch. Sie kennen nichts von der Welt; wissen nicht, was eine Lokomotive ist, was ein Ozean ist, etc. So erklären wir viele Dinge mit Hilfe von Bildern. Gott sei Dank konnten meine amerikanischen Mitschwestern mit Hilfe von Sponsoren eine gute Bibliothek einrichten. Vieles ist hier für uns Europäer gewöhnungs­bedürftig, z. B. das Essen, die sehr langsame Mentalität, das völlige Fehlen von Zeitgefühl; schwierig empfinde ich die Isolation. Aber trotz allem ist es gut, dass ich hier bin; man kann unendlich viel Gutes tun und wird dringend gebraucht und ich muss sagen, ich habe mich verhältnismäßig schnell umgestellt.

Brief vom 28.10.2006

Schwester Willi...
Liebe Freunde und Wohltäter,

schon bricht der letzte Monat des ugandischen Schuljahres an, da möchte ich noch einmal ein Lebenszeichen aus Buseesa geben. Hinter uns liegen aufregende, arbeitsreiche aber auch interessante Monate und Wochen. Im Juni / Juli hatten wir viele Besucher aus den USA und Deutschland. Für uns alle waren es frohe und anregende Tage, die allerdings auch mit viel Arbeit verbunden waren, es ist doch ein Unterschied, ob ich für 7 Personen oder für 12 -14 Personen das Abendessen bereiten muss. Es gibt kein Geschäft um die Ecke, wo man Notwendiges kaufen kann, wenn etwas fehlt, man muss einfach erfinderisch sein. Alle unsere Gäste haben sich – wie sie immer wieder betonten – sehr wohl gefühlt und einen guten Einblick in unsere Arbeit und Lebensweise gewonnen. Dann, liebe Schwestern und Freunde, kam der Höhepunkt des Jahres, der 7. Oktober: Profess unserer beiden ersten ugandischen Novizinnen und das 10-jährige Bestehen der St. Julie Mission.

Im Mai haben wir bzw. ich mit der Planung begonnen. Einladungen wurden verschickt, Programmierung und Bischofsmesse mit Gelübdeablegung vorbereitet, das Mahl für rund 1000 Personen beraten etc. Mit einem Chor der höheren Schule habe ich die Messgesänge und mit einem Chor der Grundschule das Tanz- und Spielprogramm eingeübt. Das Mahl war typisch ugandisch: in Bananenblätter eingehülltes Hühnerfleisch, Matooke (Kochbananen), Reis, Süßkartoffeln, Kohl und anderes Gemüse, ein Bulle wurde gekauft und geschlachtet, Millet in Körben serviert (ein brauner Brei aus verschiedenem Getreide):Mehr als 1000 Personen freuten sich am Mahl. In diesen Wochen stehen beide Schulen unter Examensdruck. Das O-Level der S4 der höheren Schule erstreckt sich über 2 Wochen und ist Anfang November beendet.

Das PLE (Primary Leaving Examination) meiner 7. Klasse ist am 2./3. November. Mitte November veranstalten wir die sog. Olympiade, ein zweitägiges Sportfest mit Leichtathletik und Spielen. Wie immer in den letzten Jahren, liegt die Organisation in meinen Händen. Anfang Dezember ist das Schuljahr beendet. Liebe Schwestern und Freunde, bevor ich den Bericht schließe, möchte ich allen danken, die unsere Arbeit in diesem Jahr in irgendeiner Weise unterstützt haben. Wir sind sehr dankbar und schließen alle Wohltäter in das tägliche Gebet ein.

Recht herzliche Grüße aus Buseesa Eure / Ihre Schwester M. Bernarde

Ansprechpartner: U. Koschig

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