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Seit Gründung der St.Lioba Schule im Jahr 1929 ist das Ziel unseres pädagogischen Wirkens die Studierfähigkeit und Persönlichkeits-bildung junger Menschen in einer christlichen Werteorientierung.

St. Lioba-Schüler trainierten mit Skyliners-Teammitgliedern

Ungewöhnlicher Sportunterricht  -  Coach Daphne Bouzikou und Jimmy McKinney kamen

bbskyBad Nauheim (ek). Der 1,92m große Afro-Amerikaner Jimmy Mc Kinney erhält den Ball, zögert nicht lange, visiert in einem Drei-Punkte-Wurf den Korb an, trifft das Brett, der Ball tanzt den Ring entlang und entschließt sich, nicht durch das Netz zu fallen...Was in der Frankfurter Ballsporthalle mit Sicherheit einen einzigen gewaltigen Aufschrei der Enttäuschung aus tausenden Kehlen von Deutsche Bank Skylinersfans nach sich ziehen würde,   eventuell das Ausscheiden aus der Play off-Runde zur Folge hätte, wird von Mitspielern und Zuschauern ganz gelassen quittiert, denn die Situation spielte sich nicht in der Ballsporthalle Höchst ab, wo die "Riesen vom Main" ihre Heimspiele absolvieren, sondern in der Turnhalle der St. Lioba-Schule.

Dort hatten sich nämlich kürzlich Schülerinnen und Schüler verschiedener Jahrgangsstufen versammelt, um im Rahmen des nachmittäglichen Sportunterrichts an einer Trainingseinheit mit Mitgliedern aus dem Team der Deutsche Bank Skyliners teilzunehmen. Diese Möglichkeit sorgte nicht nur für ungewöhnliches Interesse am Basketball, einer Sportart, die zwar nicht als Randsportart bezeichnet werden kann, aber im Vergleich zu Fußball bei den Sportkurswahlen nicht gerade besonders stark angewählt wird. Zur Begrüßung der Gäste aus der Mainmetropole, die als Standort des Bundesligisten durchaus zu den Basketballzentren unseres Landes gerechnet werden kann, hatten sich neben den etwa 40 trainingswilligen Schülern auch Sport-Fachleiter Martin Peppler und seine Kollegen Werner Hartmann und Ralf Ludwig und nicht zuletzt Schulleiter Dr. Tobias Angert eingefunden.
Dieser hieß Assistant Coach Daphne Bozikou, Anja Emler vom Project Management und den Spieler Jimmy McKinney von den Deutsche Bank Skyliners ganz herzlich willkommen. "Die Begegnung mit Profis aus dem Bereich des Bundesligaspitzensports ist eine große Chance für unsere Schule" erklärte der Schulleiter. Er sah viele Parallelen zwischen dem Spitzensport und der St.-Lioba-Schule: man freue sich über Siege und müsse lernen, mit Niederlagen umzugehen, man brauche einen Coach bzw. eine Lehrkraft, die einem helfe, das eigene Potential zu entwickeln und man lerne die Bedeutung von Fairness kennen und schätzen. Dr. Angert dankte Alexander Walter und seiner Frau Ann Katrin für deren großartigen Einsatz für die Sankt-Lioba-Schule mit den Worten "Sie haben als Vater und als Vertreter der Deutschen Bank gehandelt und uns diesen Auftritt des Skyliner-Teams ermöglicht". An dieser gelungenen Kooperation könne man die Synergieeffekte sehen, die sich aus der Zusammenarbeit von Elternhaus, Beruf und Schule ergeben. 
 
Das Trainingsprogramm war von den Frankfurter Gästen ganz hervorragend organisiert, die eher zierliche Anja Emler hatte nicht nur keine Probleme damit, Netze mit den mitgebrachten Spielbällen zu schleppen, sondern hatte auch für die entsprechende Ausstattung der Halle mit Deutsche Bank Skyliners-Transparenten gesorgt, sowie auch einen Tisch mit Fanartikeln aufgebaut, die kostenlos an die Jugendlichen und ihre Lehrer ausgegeben wurden. Zur besonderen Freude der Spielerinnen und Spieler erhielt jeder gleich zu Beginn des Trainings, das wesentliche Grundübungen des Basketballsports umfasste, ein Trikot des Bundesligisten geschenkt, das er sich gleich überstreifen konnte und während der Trainingseinheiten zum Einstand kräftig durchschwitzte. Zweifellos eine Image-Kampagne des namengebenden Hauptsponsors, die ihren Zweck nicht verfehlte.
Während sich die Jugendlichen im Dribbeln, Passen und Rebound übten, berichtete Anja Emler den interessierten Lehrern, dass dieses Projekt eine sehr große Resonanz habe, denn an rund 180 Tagen im Jahr sind die Skyliners mit ihrer Basketballkampagne für die Jugendarbeit unterwegs, und zwar nicht nur, wie man vermuten könnte, im Frankfurter Raum oder in  Hessen, wo es ja mit den Gießen 46ers noch einen zweiten Bundesligisten gibt. Vielmehr erstrecken sich die Aktivitäten des Projektteams auf das ganze Land, selbst der Osten, nicht gerade basketballverwöhnt zu DDR-Zeiten, wird besucht. Dinca erinnert sich gerne an eine ganze Woche, die man an verschiedenen Schulen in Chemnitz verbrachte und während der man den Jugendlichen diese faszinierende Sportart näherbrachte.Besonders gerne ist sie an Grundschulen, denn nicht nur weiterführende Schulen können von diesem Programm profitieren, das neuerdings sogar Universitäten miteinbezieht. "Es gibt für mich bei diesem Projekt nichts Schöneres als die strahlenden und leuchtenden Augen der Grundschulkinder, die die Spieler förmlich anhimmeln",  sagt Anja Emler und ihre eigenen Augen strahlen und verraten, wie sehr ihr diese Arbeit Spaß macht.
 
Das Training selbst wurde weitgehend von der Co-Trainerin Daphne Bouzikou geleitet, die unter Beweis stellte, dass sie mit Jugendlichen genauso gut umgehen kann wie mit den langen Kerls aus dem Bundesligateam.Jimmy McKinney war selbstverständlich bereit, den Jugendlichen mit seiner Erfahrung weiterzuhelfen, und stellte sich auch gerne den Fragen der JugendlichenInsgesamt blieb ausreichend Zeit für praktische Übungen und die Beschwörung des Teamgeistes, was etwas an die in den USA weit verbreitete und intensiv geübte Selbstmotivationspraxis erinnerte, mit der kurz vor der Fußball-WM Jürgen Klinsmann so manche Diskussion auslöste. 
Insgesamt ein sehr gelungener Nachmittag, den keiner der Beteiligten so leicht vergessen wird, auch die Gäste nicht, die sich von der Schule und ihren Gastgebern sehr beeindruckt zeigten. Da ist es kein Wunder, dass sie sobald wie möglich an die St.Lioba-Schule zurückkommen wollen, dann aber zum Zweck der Lehrerfortbildung.

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