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Seit Gründung der St.Lioba Schule im Jahr 1929 ist das Ziel unseres pädagogischen Wirkens die Studierfähigkeit und Persönlichkeits-bildung junger Menschen in einer christlichen Werteorientierung.

Dr. Patzak informierte St. Lioba-Schüler über Sportverletzungen

Viele Verletzungen möglich - Vorbeugen verhindert Schlimmeres

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Bad Nauheim (ek). Sport zählt zu den schönsten Freizeitbeschäftigungen überhaupt, aber manche Jugendliche lassen es beim Schulsport als einziger Form sportlicher Betätigung bewenden. Gerade weniger austrainierte Sporttreibende laufen aber mehr als andere Gefahr, die Kehrseite sportlicher Aktivitäten kennen zu lernen:Sportverletzungen. Zu diesem Thema äußerte sich kürzlich in der Turnhalle der St. Lioba-Schule der Bad Nauheimer Sportmediziner Dr.Patzak auf Einladung der Fachschaft Sport. An der Informationsveranstaltung nahmen alle Mitglieder der dreistündigen Sportkurse teil, also diejenigen, die sich die Option auf das Sportabitur bewahren wollen.

Dr. Patzak hatte seinen Vortrag in die vier Abschnitte Entstehung, Diagnostik, Vorbeugung und Behandlung von Sportverletzungen strukturiert und verwies darauf, dass eine Verletzung sowohl bei einer Unterbrechunbg des dynamischen Bewegungsablaufes als auch aufgrund einer reflektorischen oder unkoordinierten Fluchtbewegung entstehen könne. Verletzen könne man sich an der Haut, verschiedenen Muskeln, Sehnen, Bändern, Knochen, Gelenken oder inneren Organen, was sich dann in Kreuzbandverletzungen, Brüchen, Verrenkungen usw. äußere. Der Mediziner unterschied in der Folge zwischen exogenen (äußeren) und endogenen (inneren) Faktoren, die zu Verletzungen führen könnten. Zu den äußeren Faktoren rechnete er Trainingsgestaltung und -terrain, Ausrüstung, Klima und Gegner, an endogenen Faktoren erwähnte Dr. Patzak Ermüdung und Überschätzung, ungenügende Vorbereitung, Vorschriftmissachtung, Alkohol und Medikamente, auch als Doping, sowie eine angeborene oder ererbte Veränderung. Als Kriterien, um eine Sportart als gefährlich einstufen zu können, nannte er die Häufigkeit und Schwere der Verletzungen, wobei die Schwere einer Verletzung wiederum durch die Art und Dauer der Behandlung sowie durch die Stärke der verbleibenden Behinderung bestimmt werde.



In der Folge stellte der Referent wichtige Verletzungsarten vor, erläuterte ihre Behandlung und kommentierte Möglichkeiten und Grenzen ärztlicher Maßnahmen bei Bizepsruptur, Bizeps-Sehnen-Entzündung, Oberarmkopf-Trümmerbruch, Schultereckgelenk (SEG-)Sprengung mit der Demonstration des Klaviertastenphänomens an seinem Patienten und Lebendobjekt Sportlehrer Hans-Günther Harth, einfachem Bruch, Ermüdungsbruch (Stressfraktur) und dem Tennisellenbogen, auch Golferellenbogen genannt.

Der Mediziner unterstrich die Vorteile minimal invasiver Medizin, die deutlich weniger postoperative Schmerzen verursache, eine schnelle postoperative Erholung und damit verkürzten Krankenhausaufenthalt ermögliche und somit auch eine raschere Wiederaufnahme häuslicher und beruflicher Aktivitäten und der sportlichen Betätigung bringe. Hinzu kämen ein besseres kosmetisches Eregebnis und die Vorbeugung von Infektionen und Narbenbrüchen durch kleine, kaum sichtbare Narben.



Eine ganze Menge für die Verhütung von Sportverletzungen aber kann der Sportler selbst tun, wie Dr. Patzak zum Ende seines Vortrags ausführte. Ordnung und Disziplin könnten ebenso der Unfallverhütung dienen wie Aufwärm - und Lockerungsübungen, Hilfestellungen und ordnungsgemäßes Sportgerät. Zudem könne man mit Sicherungen wie durch Matten oder Gurte Unfallrisiken reduzieren und nicht zuletzt dadurch, dass man sich mit rücksichtsvoller Aufmerksamkeit auch um die Leistungsschwächeren in der Gruppe kümmere.

Wer zusätzlich noch etwas für seine Gesundheit als Sportler tun wolle, sollte auf gesunde Ernährung achten, Alkohol, Zigaretten und Drogen meiden, gute Traininingsvorbereitung und ausgiebige Ruhephasen beachten und chrfonische Beschwerden und Schäden mit gebührendem Respekt behandeln und eventuell durch eine sportmedizinische Untersuchung abklären lassen.


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