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Seit Gründung der St.Lioba Schule im Jahr 1929 ist das Ziel unseres pädagogischen Wirkens die Studierfähigkeit und Persönlichkeits-bildung junger Menschen in einer christlichen Werteorientierung.

Zwei Leistungskurse gegen den Trend

Sinkende Lateinschülerzahl in Hessen, anhaltendes Interesse an der Sankt Lioba Schule

Bad Nauheim. „Hessens Lateinlehrern gehen langsam die Schüler aus“ überschrieb die Hessenschau eine Meldung zu Beginn dieses Schuljahres. Nach Angaben des Hessischen Kultusministeriums wählen immer weniger Schüler Latein als Zweit- oder Drittsprache: 33.679 oder 4,4 Prozent beschäftigten sich im Schuljahr 2017/18 mit Cicero, Seneca und dem Redelehrer Quintilian. Das waren 36 Prozent weniger Schüler als noch vor zehn Jahren.

Dieser Trend lässt sich an der Sankt Lioba Schu­le nicht bestätigen: Erstmals seit vielen Jah­ren musste das katho­lische Gymnasium sogar zwei parallele Leis­tungs­kurse für Latein ein­richten, um der Schü­lernachfrage zu entspre­chen – seit 2008 kommt ein Leistungs­kurs ohnehin im­mer zustande. „Latein ist an unserer Schule fest etabliert“, konstatiert Fachsprecher Hans Peter Wavra. Eine Erklärung für das so außergewöhnlich große Interesse im aktuellen Jahrgang hat aber auch er gesucht und deshalb mit seiner Kollegin Dr. Anne Potthoff-Knoth zu Beginn des Schuljahrs eine Umfrage gestartet. Danach steht das „Inter­esse an antiken Texten“ mit geschicht­lich oder phi­losophisch rele­van­ten Inhalten an der Spit­ze der Schü­ler­rück­mel­dun­gen. Viele ge­ben auch schlicht „Spaß am Übersetzen“ als Grund für ihre Kurs­wahl an; anderen wurde die Wahl von Latein als Leistungs­kurs von älte­ren Schü­lern oder Geschwistern empfohlen. Einige gehen auch sehr pragmatisch mit ihrer Ent­scheidung um und nennen Synergieeffekte mit Fächern wie Deutsch oder Spanisch sowie das bessere Verständnis von Fremd­wörtern als Motiv. Jedenfalls wird die Latein-Tradition an der Sankt Lioba Schule immer mehr zu einem Alleinstel­lungs­merkmal des Bad Nauheimer Gymnasiums, je stärker die Nachfrage nach Latein an an­deren Schulen nachlässt. Die Latein-Fachschaft jedenfalls blickt trotz des gegenläufigen Landestrends optimistisch in die Zukunft.


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