Willkommen

Seit Gründung der St.Lioba Schule im Jahr 1929 ist das Ziel unseres pädagogischen Wirkens die Studierfähigkeit und Persönlichkeitsbildung junger Menschen in einer christlichen Werteorientierung.

Zum Abschluss gab es Fisch

Letzter Begabten-Workshop vor den Sommerferien

Der Workshop am 1. Juni wurde trotz des langen Wochenendes von zehn Schülerinnen und Schülern besucht. Für den letzten Workshop vor den Sommerferien und den letzten Workshop, den Frau Hoeppner mitveranstaltete, hatte sie fünf Forellen mitgebracht. Bevor die Fische verteilt wurden, sahen sich alle erst einmal eine Präparation einer Forelle in einem Video von der Pädagogischen Hochschule Heidelberg an. Dort wurde Schritt für Schritt die Präparation erklärt und nach jedem Schnitt detailliert erläutert, was man nun sehen konnte. Da sich der Film gut in verschiedene Abschnitte teilen ließ, wurde immer ein Teil gezeigt und dann das Gezeigte am Fisch nachgearbeitet. Bevor es richtig los ging, kam Silke Nickel vom Team der Begabtenförderung und überreichte Frau Hoeppner im Namen vom Schulleiter Bernhard Marohn und der Sankt Lioba Schule einen großen Blumenstrauß für sechs Jahre Leitung des Begabtenworkshops, den sie initiiert hatte, und der hoffentlich auch nach ihrem Ausscheiden durch das Abitur ihrer Tochter weitergeführt wird.

Nach dieser schönen Unterbrechung ging es an die Präparationen. Zuerst brauchte jede Zweier­gruppe das nötige Werkzeug. Dazu statteten sich die Schüler mit Präparierwannen und einem Präparierbesteck aus, das aus Skalpellen, Präpariernadeln, Scheren und Pinzetten be­steht. Dann bekam jede Gruppe eine Forelle. Die wurde vom After bis zum Kopf an der Bauchseite geöffnet. Nach zwei seitlichen Schnitten Richtung Wirbelsäule wurden die inneren Organe freigelegt. Die Anordnung und Größe sahen etwas anders aus als das Innen­leben eines Menschen, das Inhalt des Unterrichts in der 5. Klasse ist. Die Milz war ziemlich groß, die Leber viel näher am Kopf, Kiemen und eine Schwimmblase statt einer Lunge. Von den Kiemen konnten sich die Schüler ein Stück unter einer Stereolupe ansehen, die Dr. Stefan Brückmann extra mitgebracht hatte. Hier konnte man gut die verästelte Struktur erkennen.

Nach etwa zwei Stunden waren die Schüler mit der Präparation fertig und räumten das Präpa­rier­besteck in den dafür vorgesehen Eimer und die Reste der Fische in eine Plastiktüte. Dann spülten sie noch die Präparierwannen und wischten die Tische gründlich feucht ab. Die meis­ten Schüler mussten dann auch gehen, und Dr. Stefan Brückmann brachte schon mal die ordentlich verschlossene Plastiktüte in den Restmüllcontainer auf den Schulhof. Die Tüte konnte man unmöglich über das Wochenende im Biologieraum lassen. Als er zurückkam, hatten die letzten beiden Schüler jedes Teil aller Präparierbestecke gründlich abgespült. Das hatte er in all den Jahren an der Schule noch nicht erlebt. Dass die Arbeitsplätze sauber hinterlassen werden, ist selbstverständlich und funktioniert auch, gegebenenfalls mit Erinne­rung, recht gut. Aber schrankfertig gereinigt, das war etwas Besonderes. Dr. Stefan Brück­mann brauchte die Teile nur noch zu trocknen und in die Boxen zurückräumen. Dann konnte auch er in den Rest des langen Wochenendes gehen.

Bild und Text: Dr. Stefan Brückmann